Düsseldorf - Die Zahl der Morde ist in Nordrhein-Westfalen auf einen historischen Tiefstand gesunken. Im vergangenen Jahr zählten die Ermittler noch 55 Tote durch Mord und 44 durch Totschlag - insgesamt 17 weniger als im Vorjahr. Das geht aus der am Mittwoch von NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP) in Düsseldorf vorgestellten Kriminalstatistik hervor. Wolf sprach von einer „sehr, sehr erfreulichen Entwicklung“. Vor 20 Jahren wurden noch 165 Menschen von Mördern und Totschlägern umgebracht.
Insgesamt zählten die Ermittler im vergangenen Jahr 359 versuchte und vollendete Mord- und Totschlagsfälle - 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor 40 Jahren war die Zahl der Tötungsdelikte mit 641 Fällen noch um rund 80 Prozent höher. Die Aufklärungsquote lag bei Tötungsverbrechen im vergangenen Jahr bei 94 Prozent.
Die Zahl aller registrierten Straftaten stieg 2009 leicht um 0,4 Prozent auf 1,46 Millionen. Die Aufklärungsquote erreichte mit 50,8 Prozent den höchsten Stand seit 1963, berichtete Wolf. Während Sexualverbrechen, Betrügereien und Wohnungseinbrüche zunahmen, sanken die Auto-Diebstähle und die Jugend-Kriminalität.