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Kein gutes Pflaster für Verbrecher - Kölnische Rundschau
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Kriminalstatistik

Kein gutes Pflaster für Verbrecher

Von Andreas Arnold, 04.03.10, 20:45h, aktualisiert 05.03.10, 11:28h

Die Polizei in Oberberg hat laut Kriminalstatistik 2009 die zweitbeste Aufklärungsquote in NRW. Innenminister Dr. Ingo Wolf würdigte die Kreispolizeibehörde am Donnerstag für ihre gute Arbeit.

Brandstiftung
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Eine Serie von Brandstiftungen hielt vergangenes Jahr die Bewohner von Bernberg in Atem. Ein 18-Jähriger wurde als mutmaßlicher Täter festgenommen. Seitdem herrscht wieder Ruhe. (Bild: Krempin)
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Eine Serie von Brandstiftungen hielt vergangenes Jahr die Bewohner von Bernberg in Atem. Ein 18-Jähriger wurde als mutmaßlicher Täter festgenommen. Seitdem herrscht wieder Ruhe. (Bild: Krempin)
Gummersbach - Mit einer Aufklärungsquote von 50,75 hat die Polizei in NRW ein seit 1963 nicht mehr erreichtes Ergebnis erzielt. Oberbergs Polizisten waren, wie Landrat Hagen Jobi gestern bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2009 erläuterte, sogar noch besser. Mit einer Quote von 61,39 Prozent wurde ein neues Rekordergebnis aufgestellt, mit dem der Kreis landesweit auf Platz zwei steht.

Bereits am Mittwoch hatte Innenminister Dr. Ingo Wolf die Aufklärungsleistung der Kreispolizeibehörde gewürdigt und dabei insbesondere die erfolgreiche Arbeit der „Ermittlungsgruppe Wohnung“ gelobt, die landesweit mehr als 100 Einbrüche in Wohnungen und Geschäfte aufklärte. 25 Tatverdächtige erhielten zum Teil mehrjährige Haftstrafen.

Der Erfolg hatte Konsequenzen: Die Ermittlungsgruppe, die bislang temporär zum Einsatz kam, ist als eigenständiges Sachgebiet beim Regionalkommissariat Süd fest installiert worden. Von dort aus werden Wohnungs- und Geschäftseinbrüche im gesamten Kreis bearbeitet. Kriminalhauptkommissar Wolfgang Gerhardus betonte, der Erfolg der Polizeiarbeit hänge aber auch von den Hinweisen aus der Bevölkerung ab. Denn 70 Prozent der Einbrüche seien nach wie vor unaufgeklärt.

Auch die Schaffung eines „Gemeinsamen Einsatztrupps“, der jederzeit flexibel in allen Brennpunkten im Kreisgebiet eingesetzt werden kann, wurde von Jobi gelobt. So sei die Einheit nicht nur bei der Klärung einer Brandserie in Bernberg beteiligt gewesen (s. Infokasten), sondern habe auch an der Festnahme der Serieneinbrecher in Wiehl mitgewirkt.

Bei aller Freude gab es aber auch Grund zur Sorge. Die jungen Täter unter 21 Jahren werden immer mehr. Sie machten im Jahr 2009 29,3 Prozent der ermittelten Straftäter aus. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings macht dieser Personenkreis nur 23,32 Prozent der Gesamtbevölkerung aus.

Wie Kriminaloberrat Lutz Becker erläuterte, entstand durch die Straftaten ein Gesamtschaden von fast 17 Millionen Euro und lag damit 1,32 Prozent unter dem Vorjahr. Vermögensdelikte, zu denen Betrug, Veruntreuung, Unterschlagung und Insolvenzstraftaten gehören, machten mit fast 11 Millionen den dicksten Batzen aus.



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