Von Andreas Arnold, 04.03.10, 20:45h, aktualisiert 05.03.10, 11:28h
Bereits am Mittwoch hatte Innenminister Dr. Ingo Wolf die Aufklärungsleistung der Kreispolizeibehörde gewürdigt und dabei insbesondere die erfolgreiche Arbeit der „Ermittlungsgruppe Wohnung“ gelobt, die landesweit mehr als 100 Einbrüche in Wohnungen und Geschäfte aufklärte. 25 Tatverdächtige erhielten zum Teil mehrjährige Haftstrafen.
Der Erfolg hatte Konsequenzen: Die Ermittlungsgruppe, die bislang temporär zum Einsatz kam, ist als eigenständiges Sachgebiet beim Regionalkommissariat Süd fest installiert worden. Von dort aus werden Wohnungs- und Geschäftseinbrüche im gesamten Kreis bearbeitet. Kriminalhauptkommissar Wolfgang Gerhardus betonte, der Erfolg der Polizeiarbeit hänge aber auch von den Hinweisen aus der Bevölkerung ab. Denn 70 Prozent der Einbrüche seien nach wie vor unaufgeklärt.
Auch die Schaffung eines „Gemeinsamen Einsatztrupps“, der jederzeit flexibel in allen Brennpunkten im Kreisgebiet eingesetzt werden kann, wurde von Jobi gelobt. So sei die Einheit nicht nur bei der Klärung einer Brandserie in Bernberg beteiligt gewesen (s. Infokasten), sondern habe auch an der Festnahme der Serieneinbrecher in Wiehl mitgewirkt.
Bei aller Freude gab es aber auch Grund zur Sorge. Die jungen Täter unter 21 Jahren werden immer mehr. Sie machten im Jahr 2009 29,3 Prozent der ermittelten Straftäter aus. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings macht dieser Personenkreis nur 23,32 Prozent der Gesamtbevölkerung aus.
Wie Kriminaloberrat Lutz Becker erläuterte, entstand durch die Straftaten ein Gesamtschaden von fast 17 Millionen Euro und lag damit 1,32 Prozent unter dem Vorjahr. Vermögensdelikte, zu denen Betrug, Veruntreuung, Unterschlagung und Insolvenzstraftaten gehören, machten mit fast 11 Millionen den dicksten Batzen aus.
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