POL-DA: Kriminalstatistik 2009 Erstmals weniger als 50.000 Straftaten im gesamten Dienstbereich Sicherste Region in Hessen Stärkster Straftatenrückgang im Land Hessen
Darmstadt (ots) - "Ich bin mit der Leistung meiner Beamtinnen und Beamten mehr als zufrieden", beschreibt Polizeipräsident Gosbert Dölger das Arbeitsergebnis 2009 seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kriminalitätsbekämpfung.
Die vorliegenden Zahlen dokumentieren eine hervorragende Arbeit in den zurückliegenden Jahren und bestätigen die strategische und taktische Ausrichtung der täglichen polizeilichen Arbeit in Südhessen.
So hat sich zwischenzeitlich der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südhessen zu der sichersten Region Hessens mit dem landesweit niedrigsten Straftatenaufkommen entwickelt, was in der Häufigkeitszahl von 4.600 (Zahl der Straftaten bezogen auf 100.000 Einwohner) in bemerkenswerter Weise zum Ausdruck kommt.
Erstmals lag das Straftatenaufkommen mit 48.127 Straftaten deutlich unter 50.000 Straftaten.
Gemessen an den Vorjahreszahlen (50.594 Straftaten) bedeutet dies im hessenweiten Vergleich mit anderen Zuständigkeitsbereichen der stärkste Straftatenrückgang um 4.9 Prozent und ein kontinuierliches Sinken der Straftaten in den letzten sechs Jahren von 64.376 Straftaten auf nunmehr 48.127 Straftaten. Dies bedeutet ein Minus von 16.249 Straftaten und entspricht einer Reduzierung des Straftatenaufkommens um rund ¼ (-25,24%).
Diagramm siehe Anlage (Abb.1)
"Diese positive Entwicklung ist auch gleichermaßen bei allen Polizeidirektionen des Dienstbereichs des Polizeipräsidiums Südhessen zu erkennen", stellt Polizeipräsident Gobert Dölger weiter fest.
So gelang beispielhaft der Polizeidirektion Darmstadt-Dieburg allein für den Dienstbezirk der Stadt Darmstadt das Straftatenaufkommen von 13.524 Straftaten im Jahr 2008 auf nunmehr 12.138 im Jahr 2009 (-10,2%) zu senken, bei gleichzeitiger Steigerung der Aufklärungsquote um 1% auf 60,9%.
Somit ist Darmstadt im Vergleich zu anderen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern die sicherste Stadt in Hessen, was in einer Häufigkeitszahl von 8.500 eindrucksvoll zum Ausdruck kommt.
Besonders erfreulich sieht Polizeipräsident Gosbert Dölger auch die Entwicklung im Dienstbezirk der Polizeidirektion Groß-Gerau. Hier konnte erstmals die Aufklärungsquote von 60,9 % (Vorjahr - 56,9%) erreicht werden. Bei den Polizeidirektionen Bergstraße und Odenwald waren im abgelaufenen Jahr 7,1% respektive 7,2% weniger Straftaten festzustellen.
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch die Feststellung, dass allein in Viernheim im Vergleich der letzten sechs Jahre das Straftatenaufkommen um fast 1/3 (- 31,47%) gesenkt werden konnte.
Zufrieden zeigt sich der südhessische Behördenchef auch über den Rückgang der Rohheitsdelikte im gesamten Dienstbereich. Während 2008 noch 6.273 Straftaten zu bearbeiten waren, lag deren Zahl in 2009 nur noch bei 5.684 Straftaten (-589 Straftaten). Dies entspricht einem Rückgang von -9,4%.
Auch bei den Körperverletzungsdelikten ist ein erfreulicher Rückgang zu registrieren. 2008 ereigneten sich im südhessischen Dienstbereich insgesamt 4.155 Körperverletzungsdelikte, 2009 gingen diese auf 3.696 Straftaten zurück (-11%).
Im Bereich der Körperverletzungsdelikte auf öffentlichen Wegen und Plätzen konnte der prozentuale Rückgang sogar übertroffen werden. Hier sank die Zahl von 614 Straftaten auf 535 Fälle (-12,9%). Der Polizeipräsident schreibt diesen Erfolg den umfangreichen präventiven und repressiven Maßnahmen der täglichen Streifentätigkeiten des Tages- und Wechselschichtdienstes zu.
Zufrieden ist der Polizeipräsident auch über das Straftatenaufkommen im Bereich der Diebstähle in/aus Kraftfahrzeugen. Insgesamt ist hier ein Rückgang von 1.630 Straftaten im Jahr 2008 auf 1.420 Delikte im Jahr 2009 (-210 Straftaten -12,9%) zu vermelden.
Weniger erfreulich sieht der Behördenchef allerdings die Entwicklung im Bereich der Wohnungseinbrüche. Hier ist das Straftatenaufkommen, das in den Jahren 2004 -2008 um 47,35% gesunken war, von 1.134 im Jahr 2008 auf 1.305 Straftaten im Jahr 2009 (+15,1%) gestiegen. In diesem Zusammenhang weist er verstärkt darauf hin, dass die Polizei bei der Bekämpfung dieses Deliktes auch weiterhin sehr stark auf die Mithilfe und Hinweise der Bevölkerung angewiesen ist.
Zufriedenstellend ist wiederum, dass im Bereich des Waren- und Kreditbetruges ein Rückgang des Straftatenaufkommens von 2.626 Straftaten im Jahr 2008 auf 2.374 Straftaten im Jahr 2009 (-9,6%) festgestellt werden konnte.
Als Ergebnis der Bemühungen zum Wohle der Bevölkerung alles zu tun, um die öffentliche Sicherheit der Mitbürgerinnen und Mitbürger zu sichern und zu verbessern, zieht Polizeipräsident Gosbert Dölger nach abschließender Analyse des Ergebnisses der Kriminalstatistik 2009 eine positive Bilanz und verspricht, dass der seit 2004 konsequent verfolgte Weg in Südhessen auch weiterhin fortgesetzt wird.
ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen
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