022.01.1022.01.10|Blickpunkte
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Offenbach ‐ Eine gewisse Gelöstheit ist Heinrich Bernhardt kurz vor dem Ruhestand durchaus anzumerken. „Wurst“ sei es ihm, ob sich jemand auf den Schlips getreten fühle, sagte der 64-

Heinrich Bernhardt
Bernhardt, der Ende Februar aus dem Amt scheidet, stand mehr als sechs Jahre an der Spitze des Präsidiums.
Übrigens: Wer denn im nächsten Jahr die Statistik vorstelle - diese Frage mochte er nicht beantworten. „Wenn ich es wüsste würde ich es auch nicht sagen, aber ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Das sind politische Entscheidungen.“
Im Polizeipräsidium Südosthessen, teilte Bernhardt gestern mit, haben die 1326 Polizisten im Jahr 2009 insgesamt 71.000 Überstunden geleistet. Sie schieben nunmehr einen Berg von 293.000 Überstunden vor sich her. „Dabei sind die rund 26.500 Überstunden bereits abgezogen, die sich unsere Kolleginnen und Kollegen haben vergüten lassen.“ Auf jeden Fall sieht der Offenbacher Polizeipräsident „dringenden Handlungsbedarf“. Wie viele neue Beamte es genau sein sollen, mochte er nicht sagen. „Das schreibe ich dem Minister in einem Brief“, kündigte Bernhardt an. Ob dieser Brief auch eine gewisse Gelöstheit haben wird?
Immerhin hat Bouffier dem „PP Südosthessen“ im vergangenen Jahr bereits 41 neue Wachpolizisten zugewiesen. Bernhardt: „Innenminister Volker Bouffier hat die Notwendigkeit einer Personalverstärkung bereits erkannt.“
Schließlich soll auch Bernhardts Nachfolger sagen können: „Anhand der vorliegenden Kriminalstatistik gilt es festzustellen, dass sich die Sicherheit für die Menschen in der Region erneut spürbar verbessert hat. Gerade am Ende meiner beruflichen Laufbahn ist es für mich sehr erfreulich, eine solch positive Bilanz vorlegen zu können.“
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