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Weniger Kapitalverbrechen in NRW - Kölner Stadt-Anzeiger
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Statistik

Weniger Kapitalverbrechen in NRW

Von Heinz Tutt, 03.03.10, 14:17h, aktualisiert 03.03.10, 20:01h

In Nordrhein-Westfalen hat es im vergangenen Jahr deutlich weniger Kapitalverbrechen gegeben als in der Vergangenheit. Im Jahr 2009 wurden 99 Menschen Opfer eines Mordes oder Totschlags.

Ingo Wolf
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Innenminister Ingo Wolf. (Bild: dpa)
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Innenminister Ingo Wolf. (Bild: dpa)
DÜSSELDORF - Die Zahl der Tötungsdelikte ist in Nordrhein-Westfalen erneut gesunken. Im vergangenen Jahr zählten die Ermittler noch 55 Tote durch Mord und 44 durch Totschlag - insgesamt 17 weniger (minus 15 Prozent) als im Vorjahr (siehe Grafik). Das geht aus der am Mittwoch von NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP) in Düsseldorf vorgestellten Kriminalstatistik hervor. In 260 Fällen überlebten die Opfer von Tötungsversuchen. Rund 94 Prozent der Tötungsdelikte einschließlich der Versuche wurden aufgeklärt.

Die Zahl aller registrierten Straftaten stieg 2009 leicht um 0,4 Prozent auf 1,46 Millionen. Die Aufklärungsquote erreichte mit 50,8 Prozent den höchsten Stand seit 1963, berichtete Wolf. Während Sexualverbrechen, Betrügereien und Wohnungseinbrüche zunahmen, gingen die Auto-Diebstähle und die Jugend-Kriminalität zurück.

Dass die Zahl der jugendlichen Kriminellen und der jungen Intensivtäter rückläufig war, führt der Minister auf das erfolgreiche gemeinsame Vorgehen von Polizei, Schulen, Kommunen und Justiz zurück. Die Gewalt-Kriminalität insgesamt stagnierte. Einen deutlichen Anstieg gab es dagegen bei den schweren Sexualverbrechen wie Vergewaltigung und schwere sexuelle Nötigung. Mit 1730 Taten wurden 4,7 Prozent mehr festgestellt als im Jahr zuvor. Während die Zahl der Diebstähle (637 148) auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren sank, kletterte die der Wohnungseinbrüche gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Prozent auf über 25 000.

Inzwischen macht die Internetkriminalität bereits 3,8 Prozent der Gesamtkriminalität aus. Im Jahr 2009 wurden 54 881 Straftaten registriert. Die Polizei beobachtet eine Verlagerung der Eigentumsdelikte vom klassischen Diebstahl hin zum Online-Betrug - und erwartet einen weiteren Anstieg in diesem Bereich.



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