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Kriminalität: Polizei schnappt mehr Einbrecher | Main-Taunus - Frankfurter Rundschau
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Kriminalität

Polizei schnappt mehr Einbrecher

Die Aufklärungsquote im Kreis Main-Taunus-Kreis ist so hoch wie nie. Dafür begehen Kriminelle aber auch immer mehr Straftaten. Von Andrea Rost

So gut geschützt ist nicht jeder. Auch 2009 waren wieder zahlreiche Einbrecher im Main-Taunus-Kreis unterwegs.
So gut geschützt ist nicht jeder. Auch 2009 waren wieder zahlreiche Einbrecher im Main-Taunus-Kreis unterwegs.
Foto: dpa

Es waren zähe Ermittlungen, doch am Ende klickten die Handschellen. "Wir haben vier litauischen Autoaufbrecher-Banden zu langjährigen Haftstrafen verholfen", sagt Peter Öhm, Leiter der regionalen Kriminalinspektion in Hofheim. Der bundesweit einzigartige Fahndungserfolg hat der Polizeidirektion Main-Taunus zu einer weit überdurchschnittlichen Aufklärungsquote verholfen.

Jeweils über 70 Prozent der Fälle von schweren Diebstahl aus Kraftfahrzeugen konnten 2008 und 2009 aufgeklärt werden. Tausende von Navigationsgeräten, Airbags, Autoradios und anderes technisches Gerät wurde sicher gestellt.. "Mittlerweile", sagt Öhm, "meiden die Litauer den Main-Taunus-Kreis. Aber sie sind weiter in der Region aktiv. Und wird sind weiter dran."

Schwere Diebstähle im Main-Taunus-Kreis.
Schwere Diebstähle im Main-Taunus-Kreis.
Foto: FR-Grafik

Nicht ganz so tolle Fahndungserfolge kann die Polizei bei Wohnungseinbrüchen vorweisen. Zwar sind die Täter laut Öhm auch in diesem Fall teils in Banden organisiert; oftmals hätten die ihren Ursprung in Südamerika. Sie gehen aber längst nicht so organisiert vor wie die Autoknacker. "Zwei, drei Einbruchsversuche, ein Bruch, und sie sind wieder weg. Am nächsten Tag tauchen sie ganz woanders in der Region auf", sagt Jürgen Moog, Leiter der Polizeistation Main-Taunus.

Immerhin knapp ein Viertel der 638 Wohnungseinbrüche konnte die Polizei im vergangenen Jahr im Kreis aufklären, fast doppelt so viele wie 2008. In 270 Fällen mussten die Einbrecher unverrichteter Dinge abziehen, weil Häuser und Wohnungen gut gesichert waren.

Diebstahlsdelikte sind laut Moog "das Hauptproblem im Main-Taunus-Kreis". Ihr Anteil liegt laut Statistik bei 46,3 Prozent. Die zentrale Lage, gute Verkehrsverbindungen und wohlhabende Bürger lockten Diebe an, weiß man bei der Polizei und setzt deshalb auf Prävention: In allen zwölf Städten und Gemeinden liefen im Herbst Informationsveranstaltungen zum Thema Einbruchschutz. Ein Polizist führte dort vor, wie leicht sich ein ungesichertes Fenster binnen Sekunden mit einem Schraubendreher öffnen lässt.

Insgesamt konnte die Polizei im vergangenen Jahr 56 Prozent aller Straftaten im Kreis aufklären, so viel wie nie zuvor. Allerdings wurde mit 12 399 begangenen Straftaten auch ein Rekordwert erreicht.

Viele junge Täter

Sorgen bereitet Jürgen Moog die hohe Zahl junger Menschen, die kriminell werden. Sachbeschädigung, Körperverletzungen, Diebstähle und Raubüberfälle gehen auf ihr Konto. Dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Präventionsräte können einen wichtigen Beitrag leisten, ist Landrat Berthold Gall (CDU) überzeugt.

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Autor: Andrea Rost
Datum: 4 | 2 | 2010
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