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Mehr Wohnungseinbrüche und Internetdelikte: Bouffier: Aufklärungsquote so hoch wie nie - Hessen - Rhein-Main-Zeitung - FAZ.NET
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Mehr Wohnungseinbrüche und Internetdelikte

Bouffier: Aufklärungsquote so hoch wie nie

Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 17,2 Prozent in Hessen auf knapp 8600Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 17,2 Prozent in Hessen auf knapp 8600

18. Januar 2010 

Weniger Straßenkriminalität, aber mehr Wohnungseinbrüche und Internetstraftaten: So lassen sich ganz grob die Kriminalitätstrends im vergangenen Jahr in Hessen beschreiben. Die Zahl aller Straftaten ist aber auf stabilem Niveau geblieben. Die Polizei registrierte landesweit 407.022 Delikte und damit 0,1 Prozent weniger als noch 2008, wie Innenminister Volker Bouffier (CDU) in Wiesbaden berichtete. Gerechnet auf 100.000 Einwohner wurden allerdings im vergangenen Jahr 6711 Delikte erfasst und damit drei mehr als im Jahr zuvor. Das liegt am Bevölkerungsrückgang in Hessen.

Die Aufklärungsquote erreichte 57,8 Prozent. „Das ist der höchste Wert, den es jemals in Hessen gegeben hat“, sagte Bouffier, der die Bilanz insgesamt als „sehr erfreulich“ bezeichnete. Schon 2008 hatte die Aufklärungsquote mit 57,1 Prozent einen Rekordwert erreicht. Hessen zähle weiterhin zu den sichersten Bundesländern, sagte der Innenminister.

Bei der Straßenkriminalität - wenn Täter auf öffentlichen Plätzen zulangen - verzeichnete die Polizei einen Rückgang um 5,3 Prozent auf fast genau 83.000 Straftaten. Dabei sank vor allem die Zahl der Sachbeschädigungen, Diebstähle und auch Handtaschenraube. Als Gründe dafür nannte Bouffier unter anderem eine hohe Polizeipräsenz, aber auch die Videoüberwachung.

17 Prozent mehr Wohnungseinbrüche

Viel Arbeit machten den Polizeibeamten im vergangenen Jahr mehr oder weniger organisierte Einbrecherbanden. Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17,2 Prozent auf knapp 8600. Noch zehn Jahre zuvor war diese Zahl allerdings fast doppelt so hoch (15.700). Einer der Gründe für die Zunahme im vergangenen Jahr: Tätergruppen aus Südamerika hätten ihren Aktionsradius von Frankfurt auf das gesamte Rhein-Main-Gebiet ausgeweitet, berichtete der Vizepräsident des hessischen Landeskriminalamts, Roland Desch. Auch Kinder würden auf Einbruchs- Tour geschickt. Wer Opfer von Einbrechern wird, hat schlechte Karten: Nur etwa jede fünfte Tat kann aufgeklärt werden.

Auf dem Vormarsch ist auch die Kriminalität im Internet. Dazu zählen beispielsweise das Ausspähen von Daten oder Betrug. Die Polizei registrierte 16 863 Fälle - 684 mehr als ein Jahr zuvor.

Text: FAZ.NET mit lhe
Bildmaterial: dpa

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