
9700 Polizisten sorgen auf den Straßen unserer Stadt für Sicherheit
Polizei legt neue Verbrechenszahlen vor Mehr Gewalt auf Hamburgs Straßen
Bei der Vorlage der Kriminalitäts-Statistik hatte Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) gestern gute und schlechte Nachrichten für die Hamburger. Morde und Drogendelikte gingen im Jahr 2009 zurück. Dagegen gab es mehr Wohnungseinbrüche und gefährliche Körperverletzungen.

Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) und Polizeipräsident Werner Jantosch (r.) stellten die Zahlen vor
Insgesamt stieg die Gesamtzahl der Straftaten um 380 Fälle auf 236 824 Delikte (plus 0,2 Prozent). Fast jedes zweite Verbrechen konnte aufgeklärt werden (47,7 Prozent). Ein Anstieg von 2,2 Prozent. „Der positive Trend seit 2002 hat sich stabilisiert“, so der Innensenator.
Doch: Auf Hamburgs Straßen herrscht mehr Gewalt!
Insgesamt stiegen die Körperverletzungsdelikte um 341 Taten auf 22 452 Fälle. Besonders die schweren und gefährlichen Fälle stiegen um 818 Taten auf 6328 Delikte. Ein Anstieg um 14,8 Prozent! Der Innensenator: „Die Zahlen machen deutlich, dass wir uns keinesfalls zurücklehnen dürfen.“
Bitter: Jeder vierte Tatverdächtige ist jünger als 21 Jahre. Besonders bei den gewalttätigen Jugendlichen stieg die Zahl von 2882 auf 3254 Verdächtige. Den Anstieg von Registrierungen begründet der Innensenator mit der starken Polizeipräsenz beispielweise auf dem Kiez. Außerdem würden mehr Taten gemeldet.
Um Straftäter abzuschrecken, fordern die Chefs der Deutschen Polizeigewerkschaft und der Gewerkschaft der Polizei schnellere Verurteilungen der Ganoven.
SPD-Innenexperte Andreas Dressel: „Der Anstieg der schweren und gefährlichen Körperverletzungen auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen ist ein Alarmsignal!“
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